Ausgerechnet- Fairtrade Award für J.J. Darboven

Nach Meinung von Albert Darboven, ist es keine Sklavenarbeit, wenn Kinder mit der Mutter mal ein paar Kaffeebeeren mitpflücken. Wir berichteten bereits am 28. November in einem Blogeintrag.
Nun hat das Hamburger Familienunternehmen eine Fairtrade Auszeichnung für den nun seit 16 Jahren andauernden Einsatz für faire Handelsbedingungen im Transfair e.V. erhalten.
Was ist eigentlich das Faitrade Siegel Wert?
Den Bericht finden Sie unter:
http://hamburg.business-on.de/fairtrade-award-fuer-j-j-darboven_id19669.html
- Weblog von barista24
- Anmelden oder Registrieren um Kommentare zu schreiben
- 863 gelesen


Kinderarbeit
in wie weit ein Siegel bei einem solchen Kaffeeriesen glaubwürdig ist, ist die eine Sache. Sicherlich steht Marketing und Image für den Konzern im Vordergrund, dennoch wird es Menschen geben die die versprochene "fairness" überprüfen und einfordern werden. Ich sehe es als eine Chance, wenn auch eine kleine.
Auch ist "Kinderarbeit" nicht automatisch Ausbeutung - nahezu jeder landwirtschaftliche (deutsche) Familienbetrieb müsste sich dafür verantworten. Arbeit gehört zum Leben dazu, muss jedoch immer in Relation zum Alter stehen.
Kinderarbeit verharmlosen , fairen Handel unterstützen oder nur
Hallo broderbund, willkommen auf barista24.net!
Grundsätzlich hast Du natürlich Recht.
Es ist schwierig Kinderarbeit in verschiedene Kategorien einzuteilen. Ist es wirklich nur Eltern- oder Nachbarschaftshilfe oder verdienen die Kinder den Grossteil des Lebensunterhaltes der Familie. Wo fängt Kinderarbeit eigentlich an? Und nochmal, ganz richtig! auch in jedem deutschen Familienbetrieb in landwirtschaftlichen Betrieben , Kiosken, oder in der Gastronomie könnten nach Unicef - Betrachtungen Kinder ausgebeutet werden ... http://www.unicef.de/index.php?id=4648 Ersetzen wir Kaffee mit Weintrauben, Kakao durch Kartoffeln ... usw.
Ich will auch hier nicht die Arbeit von UTZ, transfair, flo cert, rainforest und alle anderen Organisationen des fairen Handels schmälern. Es ist gut das es sie gibt , denn sie schärfen den Blick der Gesellschaft auf nachhaltigen und fairen Anbau in den Exportregionen.
Inwieweit das in den Kaffeeanbaugebieten funktioniert, und wieviel Geld in den Regionen tatsächlich beim Plantagenarbeiter und seiner Familie ankommt, kann ich nicht beurteilen. Jedoch scheint die ein oder andere Organisation einen kolossalen Wasserkopf in der Verwaltung aufgebaut zu haben.
Einige Kaffeeröster sind bereits wieder vom Zug gesprungen!
Darbovens Betrieb steht auch hier nur typischerweise als Pars pro toto für die Grossunternehmen und Konzerne. Wer 16 Jahre in den fairen Handel "investiert" ,sollte bei Aussagen über die Kinderarbeit in den Exportregionen sensibler reagieren. Er sollte wissen dass sein Halbwissen um diesen Umstand, genau dem Klischee des Uninteressierten Grossgrundbesitzers entspricht.
Dem Leser eines solchen Interviews drängt sich zwangsläufig die Frage auf ob die Konzerne Kinderarbeit verharmlosen , fairen Handel wirklich unterstützen oder nur das Siegel als Mittel zum Zweck nutzen.
Ich denke letzteres.
die Red.
FairTrade aus der Sicht eines Produzenten aus der Dritten Welt
... zum Thema Wasserkopf bei der Verwaltung von Transfair:
Sehr interessanter Artikel:
FairTrade aus der Sicht eines Produzenten aus der Dritten Welt
Es ist unglaublich was es Kosten mit sich trägt um von Transfair lizensiert zu werden. Bei diesen Summen glaube ich nicht dass es dem alleinigen wohl der Kleinbauern zu Gute kommt.
so kann man das sehen.
so kann man das sehen. Insgesamt ein Problem aller Hilfsorganisationen, auch der Kirche. So ganz uneigennützig ist man ja auch wieder nicht.
Zum Abgeben einer erteilten Zertifizierung eines Fairtrade Siegels, was interessantes aus der Kaffeerösterei Langen
http://www.langen-kaffee.de/aktuelles_kaffee-langen-verlaesst-transfair.php
TrustedShop Siegel steht doch nicht für Fairtrade!
Was die Zertifizierung im Handel für arge Blüten treibt könnt Ihr hier sehen:
http://www.pressenger.de/artikel/10368-trusted-shops-bieten-fairen-handel.html
Hier wird ganz deutlich dass der faire Handel nur der Imagepflege dient, und die Leute keinen Schimmer haben um was es geht und wer den fairen Handel tatsächlich fördert und die Lizenznehmer auch überprüft.
das trustedhops-siegel ist
das trustedhops-siegel ist definitiv kein fairtrade siegel, hat überhaupt nix mit fairem Handel zu tun. es ist ein gütesiegel über sicherheit beim einkaufen in onlineshops.
siehe www.trustedshops.de
wenn ich mehr zeit habe starte ich hier mal eine umfrage, wer kennt überhaupt die versch. siegel usw. greets
Ja, starte doch bitte eine
Ja, starte doch bitte eine Umfrage zu diesem Thema. Das ist mal interessant!
die Red.
Was ist eigentlich das Faitrade Siegel Wert?
Die ewige Diskussion. Wer soll das eigentlich kontrollieren. Dieses Siegel hat keine Aussagekraft.
Artikel in der TAZ
http://www.taz.de/1/zukunft/konsum/artikel/1/fair-trade-in-unfairer-hand/