TV Sendung - Kaffee, Kunst, Kommerz - Aus dem Leben des Ludwig Roselius

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vom: 
05.12.2009 - 11:30
bis: 
05.12.2009 - 12:15

Nordlichter – Kaffee, Kunst, Kommerz
Aus dem Leben des Ludwig Roselius
Ein Radio Bremen-Film von Heinrich Billstein
Die denkwürdige Karriere von Ludwig Roselius beginnt 1894 im Kolonialwaren-Geschäft seines Vaters. Bremen ist schon damals die Kaffee-Stadt in Deutschland.
 
Der Boom der brauen Bohne um 1900 führt schnell zu Ansehen und Reichtum in der Familie und es ist vor allem das Geschick des jungen Ludwig Roselius, das die Firma an die Spitze der deutschen Kaffee-Importeure führt. Er beteiligt sich an Kaffeeplantagen und bildet Niederlassungen in Hamburg, Wien, Amsterdam und London; erste Schritte auf dem Weg zum internationalen Geschäft.

Heute nennt man es "Branding", was Roselius damals vorgemacht hat mit Hag und Kaba. Propaganda nannte er seine Reklamearbeit und -strategie. Sie steht für alles, was Werbung auch heute noch ausmacht, vom Produktdesign bis hin zur Verkaufsstrategie. Sein Produktmanagement dringt in alle Bereiche ein, die dem Verkauf förderlich sind. Er bedient sich aller Mittel, die die Werbung für sein Produkt auf ein besseres, höheres Niveau heben, wie etwa der Kunst. Was auch immer verkaufsfördernd eingesetzt werden kann, ist Roselius nicht fremd.
 
Das völkisch-mythisch-nationalistisch geprägte Denken des Bremer Unternehmers durchdringt auch seine Tätigkeit als Kunstmäzen und Förderer. Zu großer Entfaltung kommt sein Mäzenatentum mit seinem Engagement in der Bremer Böttcherstraße. Allerdings pflegt Roselius auch Verbindungen zu Künstlern, die nicht unbedingt seiner Gedankenwelt zuzuordnen sind, wie etwa Heinrich Vogeler.
 
Die Böttcherstraße ist bis heute ein Touristenmagnet der Stadt Bremen, mal mehr, mal weniger erkannt als "exzentrisches Gesamtkunstwerk".
 
Eine Produktion von Pinguin Film im Auftrag von Radio Bremen. Gefördert mit Mitteln der nordmedia Fonds GmbH.
 
Sendetermine:
NDR/RB-Fernsehen
Sonnabend, 5. Dezember 2009, 11.30-12.15 Uhr
Wiederholung!
Sonnabend, 12. Dezember 2009, 18.45–19.30 Uhr, Radio Bremen TV
 
Quelle: radiobremen.de